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Belgische Orgelromantik

Belgische Orgelromantik

Kat.-Nr. CD 820.201

Beschreibung

Die Orgelmusik Belgiens erreichte um die Mitte des 19. Jahrhunderts, vorangetrieben durch den überragenden Organisten und Pädagogen Jacques-Nicolas Lemmens, ein bis dahin ungekanntes internationales Niveau. August de Boeck, der am Königlichen Konservatorium Brüssel bei Alphonse Mailly, einem Schüler Lemmens', studiert hatte, mehrte mit seinem Ruf als glänzender Orgelvirtuose und Improvisator das Ansehen der belgischen Orgeltradition. Leider hat er nur insgesamt fünf notierte Werke für Orgel hinterlassen, die alle auf dieser CD zu hören sind. Bemerkenswert ist sein immer wieder überraschender harmonischer Reichtum, verbunden mit kraftvollem, persönlichem Temperament, welches besonders im Allegro con fuoco g-Moll, einem virtuosen Bravourstück, markant hervortritt. Im Gegensatz zu de Boeck widmete sich Edgar Tinel nur gelegentlich der Orgel. Er begann stattdessen 1873 eine Karriere als Klaviervirtuose, nachdem er am Konservatorium Brüssel einen Ersten Preis errungen hatte. Umso bemerkenswerter erscheint seine Sonate für Orgel g-Moll op. 29, die in ihrer Verbindung von nobler, expressiver Melodik und kontrapunktisch sehr solide ausgearbeiteter Passagen an die Sonaten Mendelssohns erinnert. 1888 las man in der Zeitschrift "Der Kirchenchor" dazu: "Das Werk ist als eine nicht gewöhnliche Erscheinung in der katholischen und speziell belgischen Orgelliteratur zu begrüßen." So gilt es zu Recht als eine der gelungensten Kompositionen in der Orgelliteratur des 19. Jahrhunderts.

18,00 Euro*

 
 
 

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